Eigentlich wollte ich über Frühlingsblumen für den Naturgarten schreiben. Aber nach einem längeren Spaziergang mit meinem lieben alten Hund musste ich feststellen, dass mich der aktuelle Gartentrend hier etwas deprimiert hat.
Es scheint, als ob Schotterbeete, Plastikzäune, Thujahecken und getrimmte Rasenflächen immer beliebter werden. Ich muss zugeben, dass mich das ein bisschen traurig macht. Ich fände es schön, wenn mehr Menschen mehr Wildwuchs in ihren Gärten zulassen würden.

Aber genug davon! Stattdessen werfe ich lieber einen Blick auf meine lieben, flatternden Gartenbewohner .
Das Brutgeschäft ist nämlich gerade voll in Gange! Auf dem höchsten Baum ist ein Elsternpaar eingezogen.
Ich beobachte die Elterntiere mit gemischten Gefühlen. Es ist bestimmt spannend, junge Elstern aufwachsen zu sehen. Aber ich mache mir auch ein bisschen Sorgen um die kleinen Vögel wie Spatzen, Meisen, Grasmücken und natürlich um meinen ganz besonderen Freund, das Rotkehlchen. Dieses Jahr hat es sich sogar ein Nest in unserem Garten ausgesucht und ich würde mich so sehr freuen, wenn es Nachwuchs gäbe.
Rotkehlchen waren in der Vergangenheit immer sehr neugierige und zutrauliche Vögel. Eines ist sogar öfter auf meiner Schubkarre mitgefahren und hat eifrig in den Gartenabfällen nach Würmern und Insekten gesucht. Natürlich habe ich diesen kleinen, farbenfrohen Sänger in meinem Skizzenbuch festgehalten.
Vögel sind ja immer ein gutes Motiv für eine Skizze oder auch ein kleines Gemälde.
