In meinem Naturgarten gedeihen einige alte Rosensorten mit zauberhaften Namen wie Robert le Diable, Greate Maidens Blush und Ferdinand Picard. Natürlich darf auch Constance Spry nicht fehlen. Alle diese Sorten sind unglaublich robust und blattgesund, blühen aber nur einmal, dafür aber umso prächtiger.

Bei den Strauchrosen wächst bei mir die alte Sorte Rosa Alba. Sie hat wunderschöne, weiße, gefüllte Blüten, ist völlig dornenlos und duftet himmlisch. Da sie beim Ranken etwas Hilfe braucht, hat sie eine schottische Zaunrose als Begleitung. Letztere hat dunkelrosa, umgefüllte Blüten und sieht in Kombination mit der weißen alten Dame einfach bezaubernd aus. Leider habe ich den Namen der Zaunrose inzwischen vergessen. Aber eines haben viele schottische Zaunrosen gemeinsam: Nach einem warmen Sommerregen duften ihre Blätter herrlich nach frischen Äpfeln. Auch wenn die Blüten schon verblüht sind, erfreut sie uns dann noch mit diesem frischen Duft. Meine ist allerdings ziemlich stachelig, was das Schneiden und Auslichten etwas erschwert.

Kletterrosen zu finden, die in meinem eher anspruchsvollen Boden gedeihen, war eine kleine Herausforderung, aber ich habe einige echte Schätze entdeckt! Mein absoluter Favorit ist die Rose Lykkefund. Sie steht bei mir im Eingangsbereich und verwöhnt mich jedes Jahr mit ihren herrlich duftenden Blüten. Ich lasse die verwelkten Blüten einfach hängen und freue mich im Herbst dann über die vielen kleinen Hagebutten. Die Freude ist zwar nur von kurzer Dauer, da Amseln und andere Vögel sie gerne als Leckerbissen nutzen, aber es ist ein schöner Anblick. Eine weitere tolle Sorte ist New Dawn.
Was die Pflege meiner Rosen angeht, entferne ich regelmäßig die verblühten Blüten, es sei denn, ich möchte Hagebutten als dekorativen Winterschmuck behalten. In den ersten Jahren habe ich die Pflanzen regelmäßig zweimal im Sommer mit Rosendünger versorgt. Inzwischen verteile ich lieber Kompost auf die Beete. Nach meiner Erfahrung bekommen die Rosen mit dieser natürlichen Versorgung besser. Die Blattkrankheiten sind deutlich zurückgegangen.
In meinem Naturgarten stehen meine Rosen solitär und werden von einer Vielzahl von Stauden wie Storchenschnabel und Frauenmantel umgeben. Auch Katzenminze und blaue Edeldisteln sind ihre treuen Begleiter. Das ergibt ein wunderschönes Bild. Meiner Meinung nach vertragen sich die meisten Rosensorten gut mit Stauden oder Kräutern wie wildem Majoran und natürlich Lavendel, wenn sie gemeinsam in einem Beet wachsen. Manchmal, wie in diesem Sommer, kann es vorkommen, dass die Rosen von den Stauden etwas bedrängt werden. Für mich ist das dann ein guter Grund, im Herbst die Stauden etwas auszudünnen und so den Abstand zu den Rosen zu vergrößern. Und das Beste daran ist, dass es fast immer nette Leute gibt, die sich über Ableger freuen.

Kann man Rosen also in einem Naturgarten pflanzen? Auf jeden Fall! Die Königen der Blumen lieben es, von anderen Pflanzenfamilien umgeben zu sein. Probiert es aus, ihr werdet überrascht sein, wie gut sie sich entwickeln!
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